Warum Ihnen im Leben Millionen Euro entgehen

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„Jeder Mensch hat im Leben mehrere Ideen, die Millionen wert sind“. Den Satz las ich irgendwann einmal und ich bin der Überzeugung, dass er stimmt. Weil ich selbst oft Ideen hatte und sie nicht weiterdachte. Irgendwann hatte sie dann jemand anderes umgesetzt. Saftbars, als noch niemand daran dachte, eine Currywurst Bude in Wiesbaden, „Hessen“ Geschenke Shops … die Liste ist lang.

Vor fünfzehn Jahren baute ich in meiner Freizeit Lampen und Möbel aus Metall bei den Krauts – Lichtgestalten, die in die Werkstatt enorm viel Geld investiert hatten. Trotzdem musste ich damals oft Werkstücke an andere Firmen geben, z. B. zum Wasserstrahlschneiden, Lasern usw. Ich hörte irgendwann aus den unterschiedlichsten Gründen damit auf, dort zu arbeiten. Aber vor drei Jahren entstand daraus eine Idee. Es gibt viele Leute, die kreative Ideen haben aber weder eine Werkstatt, geschweige denn die Maschinen haben, um sie umzusetzen, dachte ich mir.

Eine Art Coworking Space für Produktdesigner, Handwerker und private DIY-Freaks schwebte mir vor. Ich war so begeistert davon, das ich Freunden davon erzählte. Die Reaktion?

„Tolle Idee. ABER…

… das ist eine gigantische Investition, wie finanzierst du das?“

…die machen dir die Maschinen kaputt.“

… das muss jemand betreuen. Das kannst du nicht.“

… wo findest du den Platz dafür?“

… was, wenn das keiner haben will? Du ruinierst dich.“

Die Liste der Negativeinwände war so groß, dass ich entmutigt die Idee fallen lies, ohne weiter darüber nachzudenken.

Megatrends erkennen

Vor ein paar Tagen stolperte ich dann in Facebook über die Einladung zur Eröffnungsfeier von Tatcraft in Frankfurt. Und brach fast in Tränen aus. Ein paar Jungs hatten meine Idee umgesetzt. Allerdings mit einem viel besseren Konzept, als ich es mir damals erträumt hatte, musste ich neidlos zugeben.

Mit einer Maschineninfrastruktur auf industriellem Standard und neuen Ansätzen für kreative Zusammenarbeit und Produktionsweisen, erschaffen sie ein einzigartiges Ökosystem rund um die Themen Design, Handwerk, Intelligente Hardware und Internet of Things in Frankfurt. Tatcraft bietet Menschen mit Erfindergeist, Enthusiasmus und Ideen eine top ausgestattete Hightech Werkstatt um sie umzusetzen. Und vor allem bieten Sie die Expertise und Hilfe von Profis. Toll.

Tatcraft surft auf der Welle einigen Megatrends, für die vorher die Zeit noch nicht reif war: Der Gedanke Dinge und Ressourcen zu teilen, Internet of Things, Coworking, Do it yourself und die technischen Möglichkeiten dafür, wie z. B. ausgereifte 3D Drucker und Maschinen, die kostengünstig Kleinserienproduktion ermöglichen.

Als ich die riesige Halle von Tatcraft am Freitag zur Eröffnungsfeier betrat, war die Begeisterung mit der die Idee verwirklicht wurde zu spüren. Und ich denke, dass sie deswegen damit Erfolg haben werden und weil sich der Arbeitsmarkt verändern wird.

Bis 2025 wird die „Generation Y“ 75 % der Arbeitskräfte stellen.

Weniger als 10 % werden für einen Konzern arbeiten. Start-ups dominieren. Denn vor allem kreativen Köpfe wollen nicht für unflexible, verkrustete Konzerne mit langen Entscheidungswegen und Hierarchien arbeiten. Sie wollen eigene Ideen umsetzen. Unternehmen wie Tatcraft bieten ihnen den Raum und die Möglichkeiten, ohne gleich ein gigantisches finanzielles Risiko tragen zu müssen. Sogar an die Vermarktung der Ideen wurde gedacht. Es soll einen „Investoren Raum“ geben, damit Investore zu den Kreativen kommen und nicht umgekehrt.

Dazu kommt noch ein wichtiger Aspekt. Kreativität braucht Austausch und Anregung. Neue Ideen brauchen Feedback. Wenn kreativ Denkende aus unterschiedlichen Bereichen zusammen kommen, wirken sie gegenseitig als Katalysatoren für neue Ideen. Und das Wichtigste: Ideen entstehen aus Experimenten.
Tatcraft bietet eine schöne Spielwiese dafür.

Aber zurück zu meiner Idee und warum sie sabotiert wurde.

Warum reagieren wir oft negativ auf Ideen?

  • Wir sind alle analytisch trainiert. Intuition und Kreativität wird uns schon im Kindesalter abtrainiert. (Das lässt sich aber glücklicherweise rückgängig machen).
  • Wir wollen nicht, dass jemand Zeit und Energie verschwendet.
  • Wenn eine Idee noch nicht perfekt ist, sind wir darauf trainiert die Probleme aufzuzeigen, statt der Möglichkeiten.
  • Neue Ideen können bedrohlich erscheinen.
  • Menschen lieben Komfortzonen. Neue Ideen fordern von uns oft, dass wir etwas verändern (im „schlimmsten“ Fall uns selbst).
  • Ideen kommen uns besser vor, wenn sie unsere eigenen sind.

Henry Ford hat einmal gesagt: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was Sie wollen, hätten sie gesagt: Schnellere Pferde.“

Warum wir auf Ideen negativ reagieren und was man dagegen tun kann  @jeanbouffier click to tweet

Zum Mitnehmen:

  • Wann auch immer Sie eine neue Idee hören, widerstehen Sie der Versuchung sie sofort zu bewerten. Stellen Sie Fragen dazu!
  • Lassen Sie die Idee erst mal „sacken“ und unbewusst arbeiten.
  • Nehmen Sie sich Zeit, nach den Möglichkeiten zu schauen, die eine Idee bietet.
  • Bleiben Sie nicht am Offensichtlichen hängen bzw. dem, was jedem spontan dazu einfällt.
  • Wenn Sie Probleme sehen, fragen Sie mindestens fünf Mal „Warum?“. Warum gibt es das Problem? Am Ende kann eine verblüffende Lösung stehen. Wir fragen nach dem zweiten „Warum“ oft nicht weiter.
  • Ändern Sie den Kontext der Idee. Fügen, Sie etwas hinzu, lassen Sie etwas weg, machen Sie etwas größer oder kleiner. Ändern Sie Ort und zeitlichen Rahmen. Ändern Sie den Fokus oder die Perspektive.
  • Schauen Sie in andere Bereiche ob sich bestehende Lösungen auf Ihre Idee übertragen lassen.

Warum haben Andere die Idee umgesetzt und nicht ich?

Es muss Herzblut darin sein um etwas so Großes zu stemmen. Und das war es bei mir nicht. Es wartete ein andere Projekte auf mich, für die ich wirklich brenne. Erfolg haben jene, die nicht aufgeben, die weiter denken, die weiter fragen, Lösungen suchen, wo andere schon aufgeben. Die sich festbeißen.

Ich glaube, dass es oft eine passende Konstellation für eine Idee gibt. Die richtige Zeit trifft auf die richtige Idee und die richtigen Menschen. Kommt die Idee etwas zu früh oder zu spät, ist das Zeitfenster um sie umzusetzen, geschlossen. Tatcraft hat das Zeitfenster erkannt.

In den Lagerhallen um Tatcraft herum, sollen weitere Designer und Kreative Einzug halten. Sie geben damit Frankfurt etwas Überlebenswichtiges: Vielfalt. Eine Stadt ist wie ein lebendes Wesen, mit vielen Persönlichkeitsfacetten. Nur als Finanzzentrum ist Frankfurt eine Monokultur. Kreative Hubs, wie sie in der Gewinnerstrasse entstehen, sorgen für frisches Blut, in Form von Kreativität, der auch allen anderen Bereichen der Stadt gut tun wird, weil sich die Energie verändert und damit auch neue Menschen anzieht, die vorher vielleicht eher nach Berlin oder ins Ausland gegangen wären. Und welche bessere Kombination gibt es als Menschen mit kreativen und innovativen Ideen und solche, die sie finanzieren können? :)

Ich wünsche dem Team von Tatcraft von Herzen Erfolg.

Jeanette

Meine Partnerin Marialejandra Rodriguez und ich, begleiten Unternehmen auf ihrer Innovationsreise. „How to create a unicorn“ ist unsere Mission und Vision wieder mehr Kreativität und damit Innovations Fähigkeit in Unternehmen zu bringen. Und vor allem Spaß. Denn Menschen die Spaß haben, sind produktiver.

www.createaunicorn.com (Hier kommt bald eine brandneue Seite)

Eröffnung-Tatcraft-Frankfurt

Eröffnungsfeier – die Tatcraft Halle beeindruckt mit modernster Ausstattung und viel Platz.

Tatcraft-Event

Der Vintage Möbel Pop Up Store stellte einen Teil seiner Kollektion aus. (Bergerstrasse 88 in Frankfurt)

Tatcraft-Designer-Markt

Design Markt mit „Höchst & Schön„, die mit altem Bleisatz unglaublich kreative Drucke erstellen und „Truck a porter„, die rollende Boutique, die man sogar buchen kann.

Tatcraft-Franfurt

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